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Architektenwettbewerb zur Gestaltung der Ortsmitte ein großer Erfolg


Rund 300 Frammersbacher waren gekommen, um zu sehen, was mit dem Gelände der ehemaligen Kleiderfabrik Müller-Wipperfürth passieren könnte. Auf Anregung der Regierung von Unterfranken hatte die Gemeinde für das Gelände im Ortszentrum einen städtebaulichen Architektenwettbewerb durchgeführt. Kern der Aufgabenstellung war dabei die Errichtung eines Einzelhandelsmarktes, einer Senioreneinrichtung und einer Veranstaltungshalle sowie die Schaffung von Räumen für Ortsvereine und Dienstleister sowie für ein Fitnesscenters mit Sauna.
Cornelia Zuschke, Stadtbaurätin aus Fulda und Vorsitzende des Preisgerichtes informierte die Bürger zu dem Wettbewerb und zu den Bewertungen des Preisgerichts zu den prämierten Planungen. An dem Wettbewerb haben sich sieben Architekturbüros beteiligt. Die eingereichten Planungen überraschten durchgängig durch eine hohe Qualität. Obwohl es sich nur um einen städtebaulichen Wettbewerb handelt, der in der Regel nur grundsätzliche Strukturen aufzeigt, wurde in allen Entwürfen, besonders bei den drei Preisträgern, bereits die Architektur berücksichtigt. "Man hat bei dem Wettbewerb gemerkt, dass Leute am Werk waren, die Erfahrung hatten. Alle Entwürfe sind baubar", sagte Zuschke.
Das Preisgericht empfiehlt der Gemeinde einstimmig, das Wiedekind-Areal auf Grundlage des Redelbach-Plans zu gestalten. Für das Preisgericht sticht seine Planung aus allen anderen heraus. Die Siegerplanung stellt nach ihrer Darstellung eine großartige Würdigung des neuen Ortskerns dar, ohne dabei den alten Ortskern an der Kirche auszuschalten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Realisierung und Umsetzung in Einzeletappen möglich ist.
Nach Meinung von Manfred Grüner, Leitender Baudirektor und Sachgebietsleiter Städtebau bei der Regierung von Unterfranken kommen die vorgestellten Wettbewerbsarbeiten den mutigen Vorstellungen der Bürger aus dem Bürgerworkshop zu Beginn des Stadtumbau-prozesses sehr nahe.
Architekt Georg Redelbach erklärte, dass sein Büro mit dem Vorschlag "Möglichkeiten eröffnen aber nicht festzurren" wolle. Denn immerhin brauche ein solches Vorhaben Zeit, Partner und Investoren. "So was kann man nicht in einem großen Wurf verwirklichen", sagte Redelbach. Es sei eine "Chance, aber auch eine große architektonische Herausforderung, dass all die gewünschten Einrichtungen im Zentrum untergebracht werden können". Was sieht der Siegerentwurf vor?
Das Modell sieht im vorderen Bereich - im Anschluss an Rathaus und Festwiese - eine Veranstaltungshalle mit einem Veranstaltungssaal mit 400 Plätzen vor. Im Eingangsbereich soll es ein Café geben. Angegliedert an den Saal sind die Räume für die Vereine.
An gleicher Stelle wie bisher soll es einen neuen Vollsortimenter-Lebensmittelmarkt geben. Zwischen der Veranstaltungshalle und dem Markt sind Parkplätze vorgesehen. Als Querriegel und somit als Abgrenzung zwischen dem belebten öffentlichen Bereich und dem ruhigen hinteren Wohn-Bereich ist in der Mitte des Areals ein Gebäudetrakt für Dienstleister, Fitnesscenter und Arztpraxen vorgesehen.
Im Wohngelände soll ein Seniorenheim mit Atrium errichtet werden. Für an Demenz erkrankte Heimbewohner ist ein Innenhof eingeplant, der ihnen einen Spaziergang in einem gesicherten Umfeld ermöglicht. Etwas von dem Seniorenheim abgerückt ist für betreutes Wohnen ein weiteres Gebäude vorgesehen.
Im Rahmen der Bürgerversammlung hatten auch die zweit- und drittplatzierten Architekten die Möglichkeit, ihre Planungen vorzustellen. Als "Zweiter" hob Martin Wolf vom gleichnamigen Architekturbüro aus Weikersheim hervor, dass es wichtig sei, ein Pflege- und Altenwohnheim ins Zentrum zu legen - und nicht an den Ortsrand. Wolf hatte in seinem Plan ähnlich wie Redelbach den vorhanden Gebäudekomplex aufgebrochen, die Bauten auf dem gesamten Grundstück verstreut und somit für Offenheit gesorgt.
Er hatte sich auch Gedanken darüber gemacht, was mit der angrenzenden Festwiese passieren soll: "Das hat eine wahnsinnige Qualität für Frammersbach, da kann man eine Menge draus machen", schlug er beispielsweise vor, eine Begrenzung einzuziehen und die Festwiese als eine Art "Bühne" zu nutzen. Platz drei ging an das Architekturbüro Franke + Messmer aus Emskirchen. Michaela Messmer hatte einen Plan entwickelt, der zwar durchlässige Strukturen bot, aber trotzdem eine Einheit bildete.
Der Wettbewerb hat nach Darstellung des Bürgermeisters das wertvolle Entwicklungs-potential für das zentral liegende Gelände gezeigt. Der Bürgermeister lud die Bevölkerung und die Vereine zur Mitarbeit an weiteren Gesprächen zur Realisierung der baulichen Vorstellungen ein um das Beste für Frammersbach herauszuholen. Weiter stellt er fest, dass der Einkaufsmarkt nun wohl der erste Schritt sein wird, den die Gemeinde angeht. Alles andere wird sich dann laut Bürgermeister Franz noch zeigen. Cornelia Zuschke, Vorsitzende des Preisgerichts, hob hervor, dass das städtebauliche Potential für die Gemeinde eine große Chance darstellt, die jedoch viel Zeit brauchen wird.


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