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Markt Frammersbach



Mit dem Fuhrmannswesen zum Welthandelsdorf



Bekannt ist Frammersbach vor allem durch seine Fuhrleute, die bereits im frühen Mittelalter die Straßen Deutschlandes befuhren. Ab etwa 1350 war der Übergang der kurmainzischen Jagd zur Industriefahrerei der Fuhrleute in Frammersbach. Sicher waren die guten persönlichen Bekanntschaften zu den Landesherren und Adeligen, die gerade auch bei den Jagden und danach im Wirtshaus geknüpft wurden, sehr von Vorteil.
Aus dem jagdlichen Transport entstand das Fuhrmannswesen bis in die Niederlande und Antwerpen für angesehene süddeutsche Handelshäuser, wie die Fugger in Augsburg.

1430 wurden die ersten Frammersbacher Fuhrleute in den Niederschriften der Stadt Antwerpen erwähnt. Die Blütenzeit des Frammersbacher Fuhrmannswesens wird in die Zeit von 1501 bis 1650 datiert. In dieser Zeit hatten sie das Monopol auf den Strecken Antwerpen - Leipzig sowie Frankfurt - Nürnberg. Dabei waren sie hauptsächlich für die großen Handelshäuser ihrer Zeit wie die Fugger und Welser unterwegs. Sie waren die Spediteure ihrer Zeit. Die Frachtwagen der Fuhrleute waren mit fünf bis sieben und mehr Pferden bespannt. 1630 hatten die Frammersbacher ca. 350 Doppel und Vierergespanne und schätzungsweise 2.000 Pferde mit denen sie ständig auf den Handelswegen unterwegs waren.
Die Frammersbacher Fuhrmannszunft, welche die Frammersbacher Fuhrleute und die in und um den Spessart gesessenen Fuhrleute umfasste, betrieb später bis zu 500 kaufmännische Frachtwagen mit zusammen bis zu 2500 Zugpferden auf den damaligen Handelstraßen Mitteleuropas. Sie fuhren nicht nur auf den Hauptrouten Antwerpen - Leipzig sowie Frankfurt - Nürnberg sondern auch von Königsburg in Ostpreußen bis Triest und von Augsburg bis Wien. Das kaufmännische Frachtgut bestand bei den Fuhrleuten nach den Torausweisen in der Regel aus Glas, Pfeffer, Salz, Seidenstoffen, Leinwandtuchgewebe, Wolle, Nähfaden, Pergament Kupferbarren, Silberdraht und ähnlichem.

Erst der Dreißigjährige Krieg, später die Feldzüge Napoleons minderten das Geschäft. Manche Fuhrleute wurden Leinreiter und zogen mit ihren Pferden Schiffe von Mainz oder Aschaffenburg mainaufwärts bis Würzburg. Den Todesstoß versetzten der Fuhrmannszunft seit 1840 der rege Schiffsverkehr auf dem Main, das Aufkommen des Postverkehrs und die Eisenbahnlinien nach 1850.


Markt Frammersbach
Marktplatz 3
97833 Frammersbach
Tel.: 0 93 55 / 97 12 - 0
Fax: 0 93 55 / 97 12 - 33
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