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Markt Frammersbach

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Frammersbacher Delegation begibt sich auf Zeitreise in die Partnergemeinde


Mit einem großen Festakt vom 18. - 20. August 2018 hat die ungarische Gemeinde Nadasch - Partnergemeinde des Markt Frammersbach - an die Ansiedlung der Deutschen vor 300 Jahren erinnert. Neben Bürgermeister Christian Holzemer hat sich eine Delegation von 47 Personen auf den Weg nach Ungarn begeben.

Bei der Ankunft am Abend des 17. August 2018 wurden die Frammersbacher von vielen Nadaschern herzlich empfangen. Bei einem Abendessen und Getränken konnten erste Bekanntschaften geknüpft und gefestigt werden.

Da viele Mitreisende erstmals die ungarische Partnergemeinde besuchten, stand am Samstagvormittag eine Ortsbegehung durch die Notarin und Geschäftsleiterin der Nadascher Verwaltung - Dr. Bea Veg - auf dem Programm. Einige "alte Hasen", die den Ort schon gut kennen, haben die Zeit für erste Treffen mit ihren Freunden aus Nadasch genutzt.

Um 14:00 Uhr fand die feierliche Übergabe des Ungarndeutschen Lehrpfades statt. Er stellt an sieben Stationen dar, welche Elemente in den 300 Jahren, seit der Ansiedlung, die Entfaltung der "Volksseele" der Nadascher geprägt haben. Der Bürgermeister unserer Partnergemeinde, Dr. Ferenc Wekler, hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig die Bewahrung der Erinnerung und der Traditionen der Ungarndeutschen für diese Volksgruppe ist. Er selbst sei vor 30 Jahren noch skeptisch gewesen, ob es möglich sein würde, dies noch weit in die Zukunft zu tragen. Umso größer ist seine Freude, dass man weiterhin die eigene Identität bewahrt und mit diesem Lehrpfad für Einheimische sowie Gäste veranschaulicht.

Bei seinem Grußwort an der vierten Station, bei dem er von einer Abordnung der Trachten- und Volkstanzgruppe in ortshistorischer Tracht begleitet wurde, bekräftigte Bürgermeister Christian Holzemer die hohe Bedeutung der Partnerschaft zu Nadasch für die Frammersbacher. "Die gemeinsame Wurzel in einem Teil unserer Geschichte macht sie zu etwas Besonderem", so Holzemer. Gemeinsam mit den weiteren Partnergemeinden Unterschleißheim und Unterensingen wurde eine Eiche aus dem Spessart gepflanzt. Der Baum soll zukünftig an die gemeinsamen Wurzeln erinnern und den Nadaschern symbolisch ein Stück der Heimat ihrer Vorfahren in ihren Ort bringen. Die junge Eiche soll neue Wurzeln schlagen, weiter gedeihen und wie auch die Partnerschaft weiter wachsen.

Beim gemeinsamen Abendessen richteten die Vertreter aus Unterschleißheim und Unterensingen ihre Grußworte an die Gäste. Anschließend konnte Bürgermeister Christian Holzemer ein weiteres Präsent überreichen, welches die Partnergemeinden gemeinsam stiften. Für den Sportunterricht in der Schule und zum Spielen im Kindergarten wurde eine größere Anzahl an verschiedenen Bällen (Fuß-, Hand- und Volleybälle) an Bürgermeister Dr. Ferenc Wekler übergeben. Den Partnergemeinden war wichtig, neben dem symbolischen Akt vom Nachmittag, auch ein praktisches Präsent zu übergeben, welches im täglichen Gebrauch für junge Menschen genutzt werden kann, die die Partnerschaft weitertragen sollen.

Beim abendlichen Vortrag "300 Jahre" durch Maria Frey im Kulturzentrum wurde den interessierten Gästen sehr anschaulich ein Überblick über die Hintergründe der Ansiedlung und die Geschehnisse der vergangenen 300 Jahre gegeben.
Das anschließende Konzert der Blaskapelle "Alte Kameraden" bot unter dem Motto "Unsere Musik" einen Querschnitt musikalischer Klassiker der Region, die sehr hochwertig und mit begleitenden Erläuterungen vorgetragen wurden.



Der Sonntag wurde mit einem Gottesdienst eingeläutet. Im Anschluss an die heilige Messe konnte Norbert Meidhof im Namen der katholischen Kirchenverwaltung Frammersbachs eine Spende für die laufende Kirchenrenovierung, die auch der Markt Frammersbach unterstützt, überreichen.
Nach der Messe übergab Bürgermeister Dr. Ferenc Wekler das sanierte alte Schulgebäude seiner neuen Bestimmung.

Nach einer ausgiebigen Stärkung startete am Nachmittag das Kulturprogramm im Rahmen der Nadascher Kirmes. Mehrere Tanzgruppen boten ungarische Volkstänze in historischer Tracht dar. Das war für Ohren und Augen ein Genuss und wurde von den vielen Zuschauern mit lang andauerndem Beifall quittiert.
Eine Theatervorführung im Kulturzentrum rundete das offizielle Programm für diesen Tag ab. Das Stück "Unser Tisch" beschäftigte sich auf sehr liebevolle Weise mit den Erlebnissen der deutschen Aussiedler vor 300 Jahren.
Den Tag rundete ein Grillabend ab, für den die Frammersbacher Delegation 100 Liter Waldschloßbräu und original Frammersbacher Köhlerkohle, die der KSC Frammersbach dankenswerterweise gestiftet hat, mitgebracht hatte.



Den Besuch der heiligen Messe in der St. Stefan Kapelle am Montag nutzten die Gäste auch zu einer Besichtigung des historischen Friedhofs. Die zahlreichen typischen Frammersbacher Familiennamen - wie Franz, Amrein, Imhof, Goßmann oder Kessler - machen die gemeinsame Verbindung nochmals auf eindringliche Weise deutlich. Auch dem Grab von Franz Amrein, der mit seinen Recherchen erst die Verbindung zu Frammersbach hergestellt hat, wurde ein Besuch abgestattet.

Nach einem kurzen Fußmarsch zum ungarndeutschen Heimatmuseum durften wir der feierlichen Übergabe der Ausstellungseröffnung "Weinbau und Weinkellerei" beiwohnen.
Nachdem viele Mitreisende in den vorhergehenden Tagen in Kleingruppen den berühmten Nadascher Weinkellern einen Besuch abstatteten, ließ man die Reise mit einem Besuch bei Ernö Schum gemeinsam ausklingen.

Um 19:00 Uhr startete eine bestens gelaunte Reisegruppe ihren Rückweg nach Frammersbach. Von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Nadascher Freunde waren alle begeistert.

Einhellige Meinung: Wir kommen gerne wieder!


Markt Frammersbach
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97833 Frammersbach
Tel.: 0 93 55 / 97 12 - 0
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